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betrügen mit dir

unsensibel tropfen graue tränen auf mein' brief

den ich hier und jetzt zerriss nachdem ich ihn schrieb

du bist weg und meine trauer schlägt wellen

hölzern und monoton, vergiftet bis zur endlichkeit

wenn ich wein’ dann nur aus der unseligkeit

dass meine liebe grenzenlos an deine ufer schlägt

und sich den seidigkristallnen hals abbricht

während dein schatten sich auf sie senkt wie mich

tieftraurig hängen schwarze wolken über unserm licht

er liebt mich, ich lieb ihn nicht

die blume verliert blatt für blatt

und gibt für uns alles was man ihr gegeben hat

über uns wurden lieder geschrieben von liebe und lieber

gut und besser haben wir uns vergessen

sind vor schnell und laut final gestrandet

haben unser leben bruchgelandet

wir haben uns überlebt aber knapp

sind nach wie vor nach uns ziemlich platt

und genauso flach wie meine reime

sind meine gedanken wenn alleine

ich hab dich nie vermisst, ich lüg

weil ich mich jede sekunde mit dir betrüg

 

20.11.10 10:26


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vergangenheit

Sie wispert mir Dinge ins Ohr

Kleine Dummheiten und freche Bemerkungen

Sie sticht mich in die Seite

Und tyrannisiert mich nachts

Mit ihrer bloßen Existenz

Sie weint wie ein Kind

Und schnarcht wenn sie schläft

Sie ist immer, immer, immerlich

Und lächerlich

Und eines Tages, da hab ich die Nase voll von ihr

Weil sie mich wachhält und dabei einschläft

Und weil sie nichts vergibt und das Wichtigste vergisst

Und weil sie Sommer zu Nacht macht

Und in der stille laut lacht

Hab ich die vergangenheit gestern

Laut schweigend verschluckt

18.11.10 15:33


Zu SPÄT!

dein dorn reißt löcher in meine luft

ich dreh mich im traum

und spür noch immer dein’ duft

dein fuß tritt grau und laut

auf das, was mein herz

ganz still aus staub aufbaut

ich hoff und halt mich daran fest

dass du mich irgendwann

federleicht in dein leben flattern lässt

zwischen ebbe und flut

ist eine seifenblase mehr

eine illusion mehr und

eine lüge weniger

du schlägst meiner liebe

die zähne aus und malst aus dem blut

an deinen selbstgerechten fingerknöcheln

ein bild der zerstörung

eine nummer, warten, warten, bleib

zweite geige, letzte wahl

es war immer mein ding

und immer ne qual

ich hasse es dir zuzuseh’n wie du lachend

mit regen im rücken im sonnenlicht stehst

und ich verrecke hier im abgrund

unserer zweisamkeit, die sich nur nährt

an dem was du nicht mehr begehrst

es ist nicht dass du verwehrst

wonach es mich verlangt

es ist toter drang, der uns blühen lässt

und dann ist es atmender hass

der meine tiefe ersticht

du drängst mich weg wenn du mich

näher an dich ziehst

und es ist zu spät

wenn du diese zeilen liest

18.11.10 15:27


Dein Herz und mein Herz

während wolken wie zuckerwatte sich

auf blassblauromantischem himmel um die wette

plustern

liegst du neben mir und ich neben dir

mein herz in deiner hand und

dein herz an der leine

stille stunden in tiefstem gespräch

vergingen schneller als sommerlich-blitzender regen

wir waren hier, zugegen

als sich, über meinem herz in deiner hand und deinem

herz an der leine

ein elektro-statisch hoch aufgeladenes gewitter an

wut und funkenflug mischte

sich entlud und zerschlug

was grade noch in tiefstem gespräch still verbunden

schien.

vielleicht war zu lose, die verbindung von

meinem herz in deiner hand und

deinem herz an der leine

wie ein fisch am wurm und der wurm

ohne haken

doch hätte ich, niemals, sonderlich

dich fester gehalten als so

mit meinem herz in deiner hand und deinem herz..

ach hätte ich gern, zumindest die leine in der hand?

doch niemals hätt ich

dich fester gehalten wenn du

wenn du das nicht ausdrücklich verlangst.

verlangen nach halten, verlangen nach leine

ich hab dir mein herz in deine hand aufgedrängt und

du

du hast dich

wohl an der leine, der losen, erhängt.

27.10.10 22:14


klammern

irgendwie ist alles absurd

einstein hatte doch nicht recht

es ist nicht relativ, es ist absurd

alles ist absurd

relativ absurd, also doch relativ?

übergangsklima tötet motivationen!

wir sollten mehr schlafen, obwohl die träume proportional 

zur temperatur

an farbe verlieren

wir hatten unrecht, mit unseren thesen und illusionen

klammert euch an dosen

wir hatten unrecht, mit unsrer liebe und unsren träumen

klammert euch an stifte

wir hatten unrecht mit liebe, unrecht mit LIEBE

klammert euch an!

15.10.10 17:39


Kugel vs Gesicht

der verrat an unsren seelen

hat uns gemacht zu was wir sind

herzlose hüllen aus stoff

kleiden uns hart wie papier

so wie wir nie waren werden wir sein

und wie wir nie sein wollten

unsre liebe hat nicht viel gegolten

in zeiten wie diesen zählt

stärker besser lauter härter

nichts für wolken und träume

besser nichts als schäume

könnte weh nein schmerzen

im takt unserer herzen

schlagen wir auf beton

um uns zu spüren im wind

wie damals, wie früher, kind

lautloses schreien hallt von wänden

die jemand vergessen bemalt hat

und früher als zu spät erinnert sich

jemand an seine zukunft

und schießt sich

lachend

und weinend zugleich

beide augen nass, anderer anlass

eine kugel

mitten ins gesicht

ich liebe dich

liebe dich nicht!

 

© JunoJune

10.9.10 12:56


Straßenbahnschlangen

straßenbahnschlangen

schleichen lustlos

durch die schluchten der

stadt, die schläft

sie entstellen und formen sie

wie kleine zauberhände in weichem

lebkuchenteig

ein schrei, ein schlag, scherben

frauen die ihre liebe bewerben

blaulicht, anders, türkei wo sonst

wir sind anders und stumm

köpfe im sand und

herzen aus eis, wer weiß

wer weiß

wer weiß schon

morgen regen, sonne, wind

gestern weint ein kind

war papa noch da

und mama hat gelacht

dann hat der herbst

sie auseinandergebracht

ein leben, eine liebe, tausend hiebe

umtriebig treiben unsre triebe

ihr spiel

wir verlieren mehr als wir

je hatten

nachts

 

© JunoJune

10.9.10 12:54





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